Become Love 2019 – Das Philosophie-Festival der Liebe

Wann? 13.-15. September 2019

Wo? Im LebensGut Pommritz

Thema: Kreative Liebe als Essenz einer Großen Transfor- mation in Wirtschaft, Gesellschaft, Beziehungen und Individuen

 

The highest expression of love ist creativity. (Deepak Chopra)

Liebe wird heute oft auf private Romantik beschränkt und verliert damit ihre gesellschaftliche Dimension und ihr weltbewegendes Potenzial. Und Eros, die Energie und Kunst der Liebe, wird oft auf Sexus reduziert – und verfehlt damit ihre eigentliche Intensität und Kreativität, welche ein Feuer der Seele ist.

Das erste Bewusstsein davon überlieferte uns Platon. In dessen „Symposium über die Liebe“ erzählt Sokrates, was er von Diotima lernte: Liebe bzw. Eros verbindet uns Menschen mit dem Göttlichen. Daraus entsteht alles Schöne im Leib und in der Seele.

In diesen kurzen Gedanken steckt eine ganze neue Welt, die bisher aber kaum erforscht und entwickelt ist. Es geht um eine Energie bzw. ein Potential, welches uns innerlichst – als Liebe bzw. Eros – erfüllt; und in und um uns eine starke kreative Inspiration zur Entfaltung von Schönem bewirkt. Beides entsteht durch eine Verbindung (KoKreativität) zwischen Mensch und Kosmos. Und deren erstaunliche Wirkung ist auch unmittelbar als intensive Freude in und zwischen uns Menschen spürbar.

Doch ohne Wissen und Bewusstsein entzündet sich dieses menschlich-kosmische Potenzial nur zufällig und selten. Das ist jedoch ungenügend für die ökologischen, sozialen und globalen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Die Möglichkeiten moderner Technik bieten ungeahnte Chancen für menschliche Entfaltung – doch ohne befreites Selbstbewusstsein seines schönsten, stärksten und kreativsten Potenzials kann der Mensch sie nicht in schöne Lösungen verwandeln. Die aktuelle Nachhaltigkeitsforschung kommt daher zum Schluss, dass die bevorstehende Große Transformation letztlich vor allem eine kulturelle und „moralische Revolution“ (Uwe Schneidewind) ist.

Deshalb widmet sich das Philosophiefestival diesem Kernthema aller Philosophie. In Gesprächen, Vorträgen, Kunst, Workshops u.a. Formaten versuchen wir ein neues, modernes Bewusstsein dafür zu entwickeln.

Nach Platons „Symposium“ gab es bisher nicht viele Bücher, welche diese Spur des schönsten und kreativsten menschlichen Potentials so mutig und ganzheitlich (bzw. integral) wie er auf aufnahmen, aber einige versuchten es. Auch an diese knüpfen wir an:

„Eros und Zivilisation“ von Herbert Marcuse; „Das seelische Wesen“ von Aurobindo Ghose,  „The Creative Attitude“ von Abraham Maslow, „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm, „The Science of Passion“ von Antonelle Zara, „The Field“ und „Intention“ von Lynne McTaggart; „Eros, Kosmos Logos“ von Ken Wilber; und „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux.

Hier einige Zitate daraus:

Die verbindende und schöpferische Kraft der Seele und des Eros ist in einer kranken Kultur gefesselt und auf Konsum fixiert. Das Lustprinzip wird dabei zeitlich auf die Freizeit und räumlich auf die Genitalität begrenzt. … Erst ein befreiter Eros ermöglicht eine befreite, ästhetische Gesellschaft; und Arbeit und Liebe als spielerische Kreativität, wie wir sie bisher nur aus der Kunst kennen.“ (Herbert Marcuse)

„Echte Liebe ist Ausdruck inneren Produktivseins und impliziert Fürsorge, Achtung, Verantwortungsgefühl und Erkenntnis. Sie ist kein Affekt …., sondern sie ist ein tätiges Bestreben“ … menschliches Wachstum und Glück zu fördern“. (Erich Fromm)

We must make the distinction between primary creativeness and a sekundary creativeness. The primary creativeness or the inspirational phase must be separated from the working out and the development of the inspiration. …This ability to become „lost in the present“ seems to be a sine qua non for creativness … (and) have something to do with this ability to bevome timeless, selfless, outside of space, of society, of history. It is always describes as a loss of ego, or sometimes as a transcendence of self. There is a fusion with the reality being observed, a oneness where was twoness, an integration of some sort of the self with the non-self. … the whole experience is experienced as bliss, ecstasy, repture, exaltation.“

„Creative Passion is the indispensable expression of love and life, and it’s the guideline, it’s the most important sign that you have to follow. … Love, when it manifests itself, it does not matter what form it takes, it is always absolute and divine. Your soul is a sparkle of this love and it is a subtle and eternal energy; it’s essentially what you are; the perfect and absolute part of human beings. The interesting thing is that all of you humans always felt that something divine existed, but you always believed that it was something distant and supernatural. It’s time to change that and to understand it as something present, real and more palpable! It is inside each and every one of you and everyone can communicate with it!“ (Antonella Zara)

„Wir versuchen, unsere Rollen mit unserer Seele zu erfüllen und nicht mit unserem Ego. Denn sonst könnten wir in einen Konkurrenzdrang zurückfallen, der unser Ego und nicht unsere Seele nährt, und der der Organisation, aber nicht ihrem Sinn dient. … Immer mehr Menschen sehnen sich danach, beseelte Organisationen zu schaffen, wenn sie nur wüssten, wie das möglich ist.“ (Frederic Laloux)

Nur eines muß man sich gut im Gedächtnis behalten: Wenn die Wirklichkeit des vernünftigen Bewusstseins im Menschen erschienen ist, aber nicht durch den Menschen, so muss die Realisierung der Liebe, als die höchste Stufe zum eigentlichen Leben der Menschheit selbst, nicht nur in ihm sondern auch durch ihn erfolgen.“ (Vladimir Solovev)

Mitwirken

Wer sich durch eigene Fragen, Beiträge, Vorträge, Workshops, Kunstevents oder anderes am Philosophiefestival der Liebe 2019  beteiligen will, kann uns gern schon jetzt seine Vorschläge einreichen.

Impressionen 

von den bisherigen drei Philosophiefestivals der Liebe siehe hier:

https://www.youtube.com/channel/UC6JZ1UWeh89ecWw4iz0b-H

und hier: www.becomelove.de