Kreativ-intensives Lebensgefühl und nachhaltige Innovationen

Abraham Maslow entwickelte nicht nur den Unterschied von primärer und sekundärer Kreativität, sondern auch die Positive Psychologie und die sogenannte Bedürfnispyramide (siehe hier links). Diese hat eine bisher zu wenig bedachte Bedeutung für die Große Transformation, welche aus ökologischen und seelischen Gründen von der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten zu vollbringen ist.

Die wirtschaftlichen und technischen Innovationen der letzten Jahrhunderte konzentrierten sich auf die "Defizitbedürfnisse". Diese wurden so erfolgreich gelöst, dass große Teile der Menschheit heute in einer materiellen Überflussgesellschaft leben - die jedoch nun zum Problem wird, da eine weitere Steigerung und globale Ausweitung dieses "Defizitbedürfniskonsums" die ökologischen Grundlagen menschlichen Lebens gefährdet. 

 

Daraus folgt, dass die spannendsten und vermutlich auch langfristig erfolgreichsten Innovationen der Zukunft sich vor allem auf die "Wachstumsbedürfnisse" bzw. "höheren Potentiale" des Menschen konzentrieren werden. Diese sind bisher wenig erforscht. Wir gehen jedoch davon aus, dass es dabei neben den sogenannten Tugenden der Positiven Psychologie vor allem auch um neue Gefühls-. Lebens- und Erlebnisqualitäten geht. Teile davon erforscht die Experience Economy, doch dieser fehlen bisher  Zugänge zu den höheren Potentialen und intensiveren Lebensqualitäten des Menschen. Die Qualitäten "kreative Liebe", "KoKreativität" und "Intensität des Lebens" könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Um dies praktisch zu erforschen machen wir das Realexperiment "Trixi im Morgenland". 

 

Der Begriff der "Intensität des Lebens" entwickelte sich parallel zur modernen Industriegesellschaft, aber bisher vor allem in künstlerisch-kreativen Kreisen. Angesichts der wachsenden Suche nach einer neuen, nachhaltigen, sinnerfüllten, gesunden und abwechslungsreichen Lebensqualität bietet er ein integratives Bedeutungs- und Orientierungpotential wie kaum ein anderer Begriff. Eine kurze Analyse dieses spanndenden Begriffs- und Bedeutungspotentials von "Lebensintensität" siehe hier:

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Um auch die kreativeren und intensiveren Potentiale und Qualitäten des Menschen besser zu verstehen, verglichen wir verschiedene Denkansätze dafür: die Maslowsche Bedürfnispyramide, verschiedene Gefühls- und Emotionstheorien sowie  Chakratheorien. Daraus ergab sich folgende Übersicht welche zeigt, dass sie trotz kulturell bedingter Verschiedenheit ihrer Begriffe letztlich sehr ähnliche Qualitäten erkennen. Mehr dazu siehe im Buch "Die emotionale Matrix. Grundlagen für gesellschaftlichen Wandel und nachhaltige Innovation":


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Vergleichsstudie Sozialökologischer Denkansätze
Im Rahmen einer Studie für das BMBF verglichen wir verschiedene sozial-ökologische Denkansätze. Dabei konnte er zeigen, inwiefern der Denkansatz des von Rudolf Bahro gegründeteten Instituts für Sozialökologie auch eine tiefenkulturelle Dimension aufweist, die den meisten anderen Denkansätzen fehlt.
Sozialökologische Theorieansätze (1).pdf
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