Erste Definition zum Arbeitsbegriff von
„moralischer Kreativität":

Die wünschenswerte Große Transformation erfordert eine Integration aller dazu geeigneten materiell-technischen Voraussetzungen in neue, nachhaltige Formen und Werte von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Dazu bedarf es einer neuen Dimension und vielfältigen Entfaltung menschlicher Kreativität, welche potenziell dazu in der Lage ist, aus all dem materiellen Reichtum der Moderne ästhetisch schöne, gesunde und ökologische Designs des Lebens und Arbeitens, des menschlichen Wachstums und Glücks zu gestalten.

 

Eine solche starke oder „primäre“ (Maslow, siehe unten) Kreativität entsteht nur am Rande aus vielfältigem Kunst- und Gestaltungsunterricht, sondern erst aus bewusster, inspirierter und praktischer „Moral“, „Ethik“ (Max Weber), „Würde“ (Gerald Hüther), "Liebe" (Donella Meadows und Rudolf Bahro) und „Sinnfrage“ (Viktor Frankl).

Mangels eines anderen konsensualen Begriffs dafür bezeichnen wir diese bis auf Weiteres als „moralische Kreativität“.  Der dabei verwendete Moralbegriff ist jedoch abzugrenzen von einem Verständnis als bloße gesellschaftliche Übereinkunft. Er ist ebenso abzugrenzen von einem nur theoretischen Verständnis von Ethik als reflektierter Moral.


Das hier verwendete Begriffsverständnis sieht „Moral“ als aktiven und positiven Sinn- und Seinsbezug des Menschen, welcher aus einer wie auch immer gedachten und aktivierten Verbundenheit mit dem Ganzen (Universum, Evolution, Gott, Allah, Quantenfeld etc.) erwächst und den Menschen befähigt, seine „Ego“- Ängste und -Verhaftungen zu transzendieren und starke „primäre“ Kreativität für die Bewahrung und Entwicklung möglichst aller Lebewesen zu entfalten.

Primäre und sekundäre Kreativität
Ein weit in die Zukunft gedachter Grundlagentext von Abraham Maslow
Maslow - Primäre und sekundäre Kreativit
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Die Zukunft von Mensch und Erde wird letztlich von einer neuen Moral und Ethik abhängen; und alle starke Moral und Ethik beruht auf der Entfaltung menschlicher Liebes-fähigkeit im weiteren Sinne. Im Buch wird diese These aus neurobiologi-scher, philosophischer und kulturgeschichtlicher Sicht  rekonstruiert. Dabei zeigt sich, inwiefern wichtige soziale, wirtschaftliche und technische Innovatio-nen der Menschheit aus einer solchen Tiefenmoti-vation entstanden.