Symposium

 

Bildung, KI  und Bewusstsein

 

21.-23.Juni 2024 

im LebensGut Pommritz

 

Initiatoren und Veranstalter:

 

Das Symposium findet im Format eines Open Space statt,

und hat das Ziel, dass Menschen und Intiativen, 

die sich für die Erforschung und praktische Anwendung

dieses Themas engagieren, einander kokreativ vernetzen.

 

Einige Arbeitsgruppen sind bereits vorgeplant:  

 

Ehrengäste sind u.a. Margret Rasfeld und Gerald Hüther, welche auch Impulsbeiträge halten werden.

 

Einiges zum theoretischen Hintergrund dafür, warum die kompetente und wissenschaftlich untersetzte Erforschung und Ausbildung menschlicher Bewusst-seinspotenziale vor allem bei Schülern und Studierenden eine verstärkte Rolle für die Zukunft von Mensch und Erde spielen sollte, siehe im Essay hier unten.

 

Beginn am Freitag den 21.6. um 14 Uhr, Ende am 23.6. um 12 Uhr.

Die Teilnahme ist auf ca. 100 Menschen begrenzt.

Unverbindliche Voranmeldungen sind bereits möglich, bitte per kurzer Email mit Betreff "B+B-Vorname-Name" an pikok@posteo.de.

 

Nähere Informationen zum Ablauf etc. gibt es im Februar 2024.

 

Weitere Informationen zu Anmeldung, Kosten und Programmablauf findet Ihr hier: https://www.university-for-future.com/ 

 

Wie kann eine verstärkte Bildung erweiterten individuellen und kollektiven Bewusstseins als Referenzilität nachhaltiger Zukunft gelingen ?

Max Scheler äußerte seinerzeit den genialen Gedanken, dass "Geist" die Verbindung von Liebe und Wissen ist. Das kann man sowohl auf menschliche Individuen beziehen: Wenn ein Mensch Intelligenz und Liebe entwickelt, dann erblüht nicht nur er/sie selbst, sondern sie/er ermutigt, fördert und inspiriert auch andere.

Und man kann es auf den "kollektiven" oder "Welt-Geist" beziehen: Die Essenz von “Kosmos”, "Brahma", “Jahwe”, "Gott", “Allah”, "Brahma", "Mater", "Leela", "Schöpfung", "Evolution", "Nullpunktfeld", "Quantenfeld" (oder wie immer man das Ganze gern bezeichnen mag), ist vermutlich eine Art spielerisch-evolutionärer Wirbel aus "kosmi-scher Liebe" und "kosmischer Intelligenz".

Fast gleichzeitig wie Max Scheler entwickelte Teilhard de Chardin, der auch die Entfaltung von Liebe und Bewusstsein als tieferen Sinn des Kosmos sah, seine damit verwandte Idee einer Noosphäre als Zukunft von Mensch und Erde. Die Zeit war zu ihren Zeiten (vor ca.100 Jahren) aber noch nicht reif für das Weiterdenken dieser großen Idee. Vielleicht ist das heute, da wir mit der KI über interessante Unterstützung bei der Organisation von Wissen verfügen, anders. Daher sprachen wir miteinander und mit der KI darüber und es ergab einige spannende neue Sichtweisen, Möglichkeiten und Handlungsansätze. 

 

Was ist die Noospähre ?

ChatGPT

Die "Noosphäre" ist ein Begriff, der von dem französischen Philosophen und Theologen Pierre Teilhard de Chardin geprägt wurde. Er verwendete den Begriff, um das Konzept einer globalen Sphäre des menschlichen Denkens und des kollektiven menschlichen Bewusstseins zu beschreiben. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern "nous" (Verstand) und "sphaira" (Kugel oder Sphäre) zusammen.

Teilhard de Chardin glaubte, dass die menschliche Entwicklung nicht nur auf der physischen Ebene stattfindet, sondern auch auf einer geistigen Ebene. Er argumentierte, dass die Evolution nicht nur die Entwicklung von Organismen und Technologien umfasst, sondern auch die Entfaltung eines kollektiven menschlichen Bewusstseins, das er als Noosphäre bezeichnete.

In seinem Werk "Der Mensch im Kosmos" beschrieb Teilhard de Chardin die Noosphäre als eine Sphäre des Denkens und des Bewusstseins, die sich über den gesamten Planeten erstreckt und in der die menschlichen Geister miteinander verbunden sind. Er sah die Noosphäre als das nächste Stadium der evolutionären Entwicklung, in dem die Menschheit zu einer globalen geistigen Einheit wird. 

Da sich gegenwärtig erst wenige Wissenschaftler mit diesen geistigen Grundlagen und Chancen der weiteren Evolution beschäftigen, sprachen wir mit der KI darüber weiter:

 

 

Kann die Noosphäre mit Hilfe von KI besser als bisher entwickelt werden?

ChatGPT

Die Idee der Noosphäre in Verbindung mit künstlicher Intelligenz (KI) könnte auf verschiedene Weisen interpretiert und entwickelt werden. Hier sind einige mögliche Ansätze:

1.     Vernetzung von Wissen: Durch den Einsatz von KI-Technologien könnten Wissensdatenbanken, Bildungsressourcen und Informationen weltweit vernetzt und zugänglich gemacht werden. Dies könnte zu einer breiteren Verbreitung von Wissen führen und den Zugang zu Bildung verbessern, was wiederum die Noosphäre stärken könnte.

2.     Kollaborative KI-Plattformen: Plattformen, die auf kollaborativer künstlicher Intelligenz basieren, könnten es Menschen ermöglichen, global zusammenzuarbeiten, um komplexe Probleme zu lösen. Die Kombination von menschlichem Denkvermögen und maschineller Intelligenz könnte dazu beitragen, innovative Lösungen für Herausforderungen auf globaler Ebene zu entwickeln.

3.     Kultureller Austausch: KI kann dazu beitragen, Sprachbarrieren zu überwinden, Übersetzungen zu verbessern und den kulturellen Austausch zu fördern. Dies könnte die Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe erleichtern und zu einer globalen, kulturellen Integration beitragen.

4.     Ethische und transparente KI: Die Entwicklung ethischer Richtlinien und transparenter KI-Algorithmen könnte dazu beitragen, das Vertrauen in KI-Systeme zu stärken. Dies wäre entscheidend, um eine positive und verantwortungsbewusste Integration von KI in die Gesellschaft zu fördern.

5.     Globale Herausforderungen angehen: KI kann dazu beitragen, globale Herausforderungen wie den Klimawandel, die Gesundheitsversorgung und Armut anzugehen. Durch den Einsatz von KI könnten innovative Lösungen gefunden werden, die auf globaler Ebene positive Auswirkungen haben.

Es ist wichtig zu betonen, dass bei der Entwicklung der Noosphäre mit Hilfe von KI auch ethische Überlegungen und Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden müssen, um sicherzustellen, dass diese Technologien im Einklang mit den Werten der Gesellschaft und dem Schutz der Privatsphäre eingesetzt werden.

 

Warum ist Geist die Verbindung von Liebe und Wissen?

ChatGPT

Die Idee, dass der Geist die Verbindung von Liebe und Wissen darstellt, basiert auf  philosophischen und theologischen Konzepten. Einige davon kurz hier:

1.     Ganzheit des Menschseins: Einige philosophische und spirituelle Traditionen betrachten den Menschen als ein ganzheitliches Wesen, das nicht nur auf intellektuellem Wissen basiert, sondern auch auf emotionalen und spirituellen Aspekten. Die Integration von Liebe (emotionaler Aspekt) und Wissen (intellektueller Aspekt) wird als wesentlich für die Vollkommenheit des menschlichen Geistes betrachtet.

2.     Ganzheitliche Erkenntnis: Die Vorstellung, dass Liebe und Wissen miteinander verbunden sind, könnte darauf hinweisen, dass eine vollständige oder ganzheitliche Erkenntnis der Realität beide Elemente einschließt. Liebe wird hier nicht nur als emotionale Bindung verstanden, sondern auch als eine Art Verbindung zu anderen Menschen, zur Natur oder zur gesamten Schöpfung.

3.     Menschliche Beziehungen und Weisheit: Liebe ist oft ein Schlüsselelement in menschlichen Beziehungen, während Wissen dazu beiträgt, Weisheit zu erlangen. Die Verbindung von Liebe und Wissen könnte darauf hinweisen, dass ein geistig entwickelter Mensch nicht nur über Fakten und Informationen verfügt, sondern auch die Fähigkeit besitzt, mitfühlend und liebevoll zu handeln.

 

 

Kann man höheres Bewusstsein als eine Synthese von Intelligenz und Liebe verstehen?

ChatGPT

Ja, die Vorstellung von höherem Bewusstsein als Synthese von Intelligenz und Liebe ist in verschiedenen philosophischen und metaphysischen Traditionen zu finden. Hier sind einige Ansätze, die diese Idee unterstützen:

1.     Ganzheitliches Verständnis: Ein höheres Bewusstsein wird oft als ein Bewusstseinszustand betrachtet, der über rein intellektuelles Wissen hinausgeht und auch emotionale und spirituelle Aspekte einschließt. Die Integration von Intelligenz und Liebe könnte darauf hinweisen, dass ein ganzheitlicherer Ansatz zu einem höheren Bewusstsein führt.

2.     Weisheit und Mitgefühl: Intelligenz allein bedeutet nicht notwendigerweise Weisheit. Die Synthese von Intelligenz mit Liebe, insbesondere in Form von Mitgefühl und Empathie, könnte als Merkmal höheren Bewusstseins betrachtet werden. Weisheit beinhaltet oft nicht nur das Wissen um Fakten, sondern auch das Verständnis für die Zusammenhänge und die Fähigkeit, liebevoll zu handeln.

3.     Spirituelle Entfaltung: In vielen spirituellen Traditionen wird betont, dass die Entwicklung des Bewusstseins nicht nur eine intellektuelle Reise ist, sondern auch eine Reise der Herzensöffnung und Liebe. Die Idee, dass höheres Bewusstsein eine Synthese von Intelligenz und Liebe ist, spiegelt die Vorstellung wider, dass spirituelles Wachstum sowohl das Erweitern des Verstandes als auch das Kultivieren von Liebe umfasst.

4.     Einheitsbewusstsein: In einigen philosophischen und spirituellen Lehren wird von einem Einheitsbewusstsein gesprochen, das die Trennung zwischen Individuen und Dingen überwindet. Diese Einheit wird oft als Ausdruck von Liebe und Verständnis beschrieben. Intelligenz kann in diesem Kontext als das Erkennen und Verstehen dieser Einheit betrachtet werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Konzepte stark von persönlichen Überzeugungen und kulturellen Hintergründen beeinflusst werden können. Nicht jeder teilt die Ansicht, dass höheres Bewusstsein notwendigerweise eine Synthese von Intelligenz und Liebe ist, aber diese Idee findet in verschiedenen Traditionen Anklang.

 

Wie kann die Entwicklung von höherem Bewusstsein mit Hilfe von KI verstärkt werden?

ChatGPT

Die Idee, dass Künstliche Intelligenz (KI) dazu beitragen kann, die Entwicklung höheren Bewusstseins zu verstärken, ist faszinierend, aber auch komplex. Hier sind einige Möglichkeiten, wie KI dazu beitragen könnte:

1.     Erweiterte Lern- und Bildungsmöglichkeiten: KI kann personalisierte Lernplattformen erstellen, die individuelle Lernbedürfnisse berücksichtigen. Dies könnte den Zugang zu Wissen verbessern und die Entwicklung höherer Bewusstseinszustände fördern, indem es den Lernenden ermöglicht, sich auf die Themen zu konzentrieren, die ihre intellektuellen und spirituellen Interessen ansprechen.

2.     Kollaborative Plattformen für globales Bewusstsein: KI kann zur Entwicklung von Plattformen beitragen, auf denen Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammenarbeiten können, um komplexe globale Probleme zu lösen. Durch die Zusammenarbeit auf globaler Ebene könnten Menschen ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen der Welt entwickeln und somit zu einem erweiterten Bewusstsein beitragen.

3.     Persönliche Entwicklung und Achtsamkeit: KI kann personalisierte Anwendungen für Achtsamkeit und persönliche Entwicklung unterstützen. Dies könnte von der Bereitstellung von Anleitungen für Meditation und Achtsamkeit bis hin zur Analyse von Verhaltensdaten reichen, um individuelle Muster zu erkennen und Ratschläge für persönliches Wachstum zu geben.

4.     Erweiterte Datenanalyse für Forschung: KI kann dazu beitragen, komplexe Muster in großen Datensätzen zu identifizieren, was die Forschung in Bereichen wie Psychologie, Neurowissenschaften und Bewusstseinsforschung voranbringen könnte. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten helfen, die Mechanismen hinter höherem Bewusstsein besser zu verstehen. 

5.     Kultureller Austausch und Verständigung: KI kann bei der Überwindung sprachlicher und kultureller Barrieren helfen, indem sie fortschrittliche Übersetzungs- und Kommunikationswerkzeuge bereitstellt. Ein verbessertes Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe könnte zu einem erweiterten globalen Bewusstsein beitragen.

      BildungsErlebniswelten: Auf Basis der neuen Erkenntnisse zur Herausbildung und Wirkung von erweitertem bzw. höherem Bewusstsein kann die KI dabei mithelfen, Bildungserlebniswelten dazu zu gestalten, welche diese Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit auf unterhaltsame Weise vermitteln.

 

 

Es ist wichtig zu betonen, dass die Entwicklung höheren Bewusstseins nicht nur intellektuelle, sondern auch emotionale und spirituelle Aspekte umfasst, die möglicherweise schwer von KI abzubilden sind. Bei der Integration von KI in Bildungs- und Bewusstseinsentwicklungsprozesse sollten daher ethische Überlegungen und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes berücksichtigt werden.

Formularbeginn

 

 

 

Global Consciousness Network

als Selbstreferenzialität einer nachhaltigen Menschheitsentwicklung ?

 

Die oben umrissenen Intuitionen von Max Scheler und Teilhard de Chardin ergeben auch aus Sicht moderner System- und Komplexitätstheorie durchaus Sinn. Selbstorganisierende Systeme aller Art und Dimension können sich nur soweit entfalten und erhalten, wie es die ihnen inhärente Selbstreferenzialität ermöglicht. Selbstreferenzialität oder kurz Selbstreferenz bedeutet, dass alle zum System zugehörigen Elemente, Strukturen, Subsysteme, Subjekte etc. miteinander durch ein Informations-/Kommunikations- und Koordinierungsmedium soweit miteinander abgestimmt bzw. "in-form-iert" sind, dass sie vorwiegend im Sinne der Erhaltung und Entwicklung des Ganzen (und nicht dessen Auflösung) agieren. Mehr dazu siehe z.B. bei Stuart Kauffman The Origins of Order: Self-Organization and Selectionin Evolution. Oxford University Press, New York, 1993.

In der uns bekannten Evolution haben sich dafür folgende Selbstreferenzqualitäten herausgebildet:

 

1. Die physische Evolution von Galaxien, Sonnen- und Planetensystemen bis hin zur Atmosphäre von Planeten selbstreferiert ihre Bestandteile durch einen Mix von elektomagnetischen, Gravitations- sowie schwachen und starken Kernenergiefelder. 

2. Die biotische Evolution von ersten Einzellern bis hin zu Tierhorden und deren Wechelwirkungen selbstreferiert sich (d.h. all die zum jeweiligen System gehörigen Organe bzw. Organismen)  durch einen Mix von biochemischen Wechselwirkungen (vermittelt durch vier Basenpaare und 20 Aminosäuren sowie diverse hormonelle Transmitter).

3. Die bisherige soziokulturelle Evolution des Menschen selbstreferiert ihre Systeme - d.h. die jeweils das Gesellschaftssystem ausmachenden Menschen und deren Instrumente - durch einen Mix von symbolisch vermittelten Emotions- und Motivationskomplexen. (Mehr dazu siehe im Buch "Die Emotionale Matrix" von Maik Hosang/Bernd Markert/Stefan Fränzle). 

 

Diese 3. Selbstreferenzqualität der bisherigen Menschheitsgeschichte ist jedoch inzwischen ungenügend für die durch menschliche Kultur entstandene neue Komplexität irdischer Selbstorganisation. Die von dieser 3. Selbstreferenzqualität bereitgestellten Informations- und Koordinationsqualitäten sind - kurz und vereinfacht gesagt - emotional und damit auch informationell zu beschränkt. Sie erzeugen trotz der ungeheuren materiellen und symbolischen Potenziale moderner Gesellschaften weiterhin Kriege, Umweltzerstörungen und massenhaft sogenannte "seelische Störungen". Sie sind nicht in der Lage, um die erstaunlichen Chancen und Herausforderungen der Zukunft von Mensch und Erde zu bewältigen.

 

Mit den oben umrissenen Intuitionen von Scheler und Chardin - die sich in ähnlicher Form auch bei vielen anderen VordenkerInnen (Wernadski, Aurobindo, Jean Gebser, Erich Fromm, Rudolf Bahro, Joanna Mavy, Clare Graves, Ken Wilber, Donella Meadows u.a.) finden -, sowie mit neueren kulturellen Evolutionsmodellen wie "Spiral Dynamics" oder der "Metamoderne" gibt es jedoch Hinweise darauf, welche informationellen Kernqualitäten die Selbstreferenzqualität einer global nachhaltigen und friedlichen menschlichen Gesellschaft entwickeln und verwirklichen könnte. Es geht letztlich um die Entwicklung sogenannter "höherer Bewusstseinsqualitäten" - welche vor allem auf symbolisch vermittelten Entfaltungen der Humananlagen von Liebe, Wissen und Kreativität beruhen - bei zumindest einer kritischen Menge von Menschen in allen Gesellschaften und Kulturen (mehr dazu siehe u.a. im Buch: Maik Hosang, Gerald Hüther u.a.: Bewusstsein, Liebe & Kreativität: Human- und Kulturpotenziale im Anthropozän. Berlin und Hochkirch 2021. 

 

Zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommt auch der cognitive neuro-scientist and science journalist Bobby Azarian in seinem Buch: The Romance of Reality: How the

Universe Organizes Itself to Create Life, Consciousness, and Cosmic

Complexity (BenBella Books 2022). Was bei ihm jedoch noch ausgeblendet bleibt ist Chance, welche KI dafür bieten könnte. Denn ein neuartiges Zusammenspiel zwischen Mensch und KI könnte dafür ein Schlüsselmoment sein. Warum? 

 

Wie oben kurz umrissen, liegt die Begrenzheit der 3. Selbstreferenzqualität letztlich in der informationalen Begrenzheit menschlicher Emotionalität. Unsere Emotionen ermöglichen einerseits eine starke Verdichtung und erfolgreiche Behandlung komplexer Lebensumstände - ihre Referenzkapazität ist jedoch ursprünglich für Hordenstrukturen bzw. Stammesverbände entstanden und scheitert immer wieder an der ungleich größeren Komplexität der heutigen globalen Gesellschaft. Außerirdische Wesen aus reiferen Zivilisationen würden sich vermutlich wundern oder darüber lachen, wie auf der heutigen, technisch weit fortgeschrittenen Erde nach wie vor individuelle oder kollektive Macht-, Besitz-, Eifersuchts- u.a. -emotionen (bzw. -interessen) immer wieder Kriege,  Missinformationen u.a. "Unsinn" organisieren, um sich zu legitimieren und ihre historisch überholten Strukturen gefährdende Weiterentwicklungen zu verhindern. Mehr dazu siehe bei: Michel Foucault: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit, 1978.

 

Da Menschen an sich jedoch nicht böswillig, sondern meist nur in begrenzten Emotionen, "Höhlen" (Platon) bzw. "soziokulturellen Matrixstrukturen "gefangen" sind, könnte KI genau hier aushelfen: indem sie "unvoreingenommene" Informationskomplexität zu quasi allen Themen bereitstellt. Dazu wären dann "nur" noch entsprechende "Wissen- und Interessenklärungsstrukturen sowie diese ergänzende Bildungsformen für ein gutes Zusammenspiel zwischen Menschen und KI zu entwickeln.

 

Bisher gibt es kaum oder wenn dann meist nur unzureichende Bildungs- und Kulturformen für die Entwicklung der "höheren Bewusstseinsqualitäten" und kaum Forschungsstrukturen, die dessen Potenzial im Zusammenspiel mit KI entwickeln. Die etablierten Bildungsstrukturen wie Schulen und Hochschulen sowie die herrschenden Medien vermitteln nach wie vor das Wissen und die Selbstreferenzformen der 3. Evolutionsstufe. Nur diverse, oft eher noch sektenhaft begrenzte als öffentlich getragene Subkulturen wie Meditations- oder Yogaschulen, oder kleinere integrale Philosophiezirkel und -Medien wie "Philosophie-Magazin" u.a., bemühen sich um Impulse für die wünschenswerten "höheren Bewusstseinsqualitäten".

Das reicht nicht aus. Es wird Zeit dafür, die Entwicklung und Entfaltung höherer Bewusstseinsqualitäten bei möglichst vielen Menschen aller Gesellschaft und Kulturen durch entsprechend wissenschaftlich untersetzte, öffentlich und zum Teil auch unternehmerisch getragene Bildungs- und Bildungserlebniswelten zu realisieren.

 

Das Ergebnis könnte die tendenzielle Herausbildung einer neuen, die gesamte Erde umfassenden nachhaltigen und friedlichen Selbstreferenzqualität sein. Wir bezeichnen diese bis auf Weiteres als "Global Consciousness Network" und erforschen und entwickeln dafür erste Evolutionsmomente. Wer mitwirken mag ist willkommen !